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Hochzeit unter freiem Himmel: So feierten Milli und Simon ihre Hochzeit in Würzburg

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3. Dezember 2019

Milli und Simon, diese beiden haben eine Hochzeit unter freiem Himmel gefeiert. Eine Hochzeit unter freiem Himmel – dieser Satz bedeutet so viel mehr, als nur ein „Stil zu heiraten“.

Milli und Simon haben in Würzburg geheiratet und studieren zur Zeit beide in Ungarn. Unsere Verbindung zueinander, bzw. die zwischen Milli und Mir, entstand digital. Zum allerersten Mal hatte ich Milli auf dem Schirm, als ich bei der Agentur, wo ich arbeitete, eine Kolumne von ihr las und das Layout für ihren Artikel gestaltete. Es war eine Kolumne, sagen wir mal platt, von Singles auf der Suche. Ich mochte ihren Schreibstil und wie sie über einfache Buchstaben Gefühl und Humor transportierte. Daraufhin folgte ich ihr auf Instagram. Dann geschah ganz lange nichts, bis Milli mich auch auf dem Schirm hatte und wir ein Date für ein Shooting ausmachten. Die Entfernung, die zwischen Milli (Würzburg) und mir (Siegen) lag, machte es schwer und am Ende schafften wir es einfach nicht. Aber wir (ver)folgten uns gegenseitig weiter auf Instagram. Bis Sie MIR endlich die Frage stellte: Willst du unsere Hochzeitsfotografin sein? Und HECK YES, natürlich wollte ich das, da wusste ich noch nichts von der Hochzeit unter freiem Himmel. Long Story Short: Wir skypten, verliebten uns über die Ferne, sahen uns zum ersten Mal am Hochzeitstag, verbrachten viel Zeit auf einmal miteinander und gingen mehr als glücklich auseinander. Ich kann und will diesen Tag gar nicht in Worte fassen. Ein bisschen möchte ich einfach für mich behalten, denn ich hab so viel mehr als nur eine tolle Hochzeitsreportage mit nach Hause genommen. Da waren Gespräche mit den Gästen, die mich tief im Herzen verändert, aufgebaut und ermutigt haben. Da war eine Gastfamilie, die mir das Gefühl gab Willkommen zu sein und die sich auf mich einließ. Da waren Momente, in denen ich hinter der Kamera Tränen verdrückte. Ich war mittendrin, nicht nur dabei. Und ich war ein Teil von zwei Fremden und ihren Familien und Freunden. Unglaublich, einfach unglaublich – diese Hochzeit unter freiem Himmel hat mich tief berührt. Eine Hochzeit unter freiem Himmel in jeder Hinsicht.


Ich möchte euch die Hochzeitsreportagen ab sofort etwas anders präsentieren. Da soll mehr “IHR” drin vorkommen. Also habe ich die beiden gefragt, ob sie mir ein paar Fragen zu ihrer Hochzeit beantworten. Die findet ihr zwischen den Bildern! Viel Spaß beim “fremderleben” eines Hochzeitstages 🙂 Ich hoffe, ihr könnt euch einiges an Inspiration für eure eigene Hochzeit mitnehmen, sowohl was Deko betrifft, als auch Einstellung zum Hochzeitstag selbst!

Eure Tami


Neben dem Fakt, dass ihr euch entschieden habt, ein Leben miteinander zu leben, was war euch für diesen Tag besonders wichtig?

Obwohl es am gesamten Tag nichts Weiteres gab, das diesem Fakt annähernd gleichkam, war es uns von Anfang an wichtig, unseren Stilen und Persönlichkeiten treu zu bleiben. Von der Trauung bis zum letzten Tanz war es uns wichtig, dass jeder sieht: Da heiraten Simon und Milli.



Was hat euch am Hochzeitstag gestresst?

Gen Ende des Tages hat uns beide am Meisten der ständige Hintergedanke gestresst, ob es unseren Gästen gut geht. Irgendwann konnten wir das Gefühl aber ein bisschen loslassen: Auch an einem Hochzeitstag ist jeder für sich selbst verantwortlich.



Wo oder wie konnte man an eurem Hochzeitstag sehen, dass IHR heiratet? Was hat die Hochzeit erst so richtig persönlich gemacht?

Wir sind im Bereich Gestaltung, Design und Deko nur wenig Kompromisse eingegangen und haben Gott sei Dank trotzdem viel Unterstützung erfahren. 😉 (Zitat Brautmutter: “Jetzt haben wir tatsächlich ein Waldstück gekehrt.”) Deshalb lieben wir jedes einzelne Foto, auf dem unsere Wimpelketten wehen, das Makramee im Traubogen zu sehen ist oder unsere Gäste den roten Faden des Eukalyptus entdeckten. Da hängt echtes Herzblut dran.



Man erlebt jede Menge Emotionen an diesem besonderen Tag, welche Emotionen sind euch ganz besonders im Kopf geblieben, welche könnt ihr heute noch spüren, wenn ihr die Bilder anschaut?

Wir erleben beim Durchschauen der Bilder allerhand Emotionen: Freude, Überforderung, Aufregung, Unzufriedenheit, pure Dankbarkeit und Liebe, Liebe, Liebe. Wir haben die Vorbereitungszeit sehr bewusst erlebt und sind immer noch erstaunt, wie alles nach einem Tag vorbei sein kann. Die immense Hilfe, die wir von Familie und Freunden erhielten und die auf den Fotos für uns so klar zu sehen ist, haut uns immer noch um.



Wo wir gerade von Emotionen sprechen: War der ganze Tag ein Höhenflug? Oder gab es vielleicht auch Momente mittendrin, die euch traurig gemacht haben? Wie habt ihr Höhen/Tiefen an so einem besonderen Tag empfunden?

Auch der Hochzeitstag ist nicht perfekt und steckt voll ungesehener Überraschungen, denn er ist ein Tag wie jeder andere, nur eben mit diesem Ereignis bestückt. In allen Gefühlen haben wir aber bereits da bemerkt, dass es sich anders anfühlte, als Ehepaar durch jene Emotionen zu gehen. Es war also ein wunderschöner Start in unser gemeinsames Leben.



Vorstellung und Realität, wie nah/weit weg lagen sie aus-/beieinander?

Wir haben rückblickend wahrscheinlich zu viel Disney-Emotionen erwartet. Wir beide haben kaum geweint, der Bruder der Braut dafür umso mehr und bezüglich des First Looks haben wir vorher wohl zu viele Pinterest-Fotos gesehen. In allem war es wohl immens wichtig, sich von unterschiedlichsten Erwartungen zu lösen und zu begreifen, dass die eigene Hochzeit die Schönste von allen ist, weil man da selbst heiratet.



Jetzt ist alles vorbei und ich bin neugierig: Gibt es etwas, was ihr im Nachhinein anders machen würdet?

Eigentlich möchten wir uns darüber keine Gedanken machen, weil so viel Liebe und gutes Gewissen in diesen Tag gesteckt wurden, dass er nicht anders hätte ablaufen können. Zwar hätte für Milli der offizielle Teil nach dem kleinen Sektempfang beendet werden können, denn nach dem Moment, endlich verheiratet zu sein und die Freude mit allen im strahlenden Sonnenschein mit Doughnuts und Kaffee genossen zu haben, war alles perfekt. Aber wer weiß das vorher schon?



Ein persönlicher Rat, den ihr an Andere Heiratswillige weitergeben möchtet:

Wir geben den Rat vom Bruder und Trauzeugen der Braut weiter, der eine Hilfestellung war, das Ziel inmitten der Planungen nicht aus den Augen zu verlieren: “Das Wichtigste ist, dass ihr am Ende des Tages verheiratet seid.”
Kommuniziert außerdem klar, wenn ihr Überraschungen oder bestimmte Dinge (Mandarinenkuchen oder rote Herzluftballons) nicht leiden könnt! Es ist euer Tag, setzt eure verrückten Ideen durch und erfreut euch daran.




Dienstleisterverzeichnis

Florist: Wunschblume Rottendorf
Torte: Café Kiess
Caterer: Relaxed, Eat and Live
Häppchen beim Sektempfang: Sarah Klemper
Coffeebike: Helena Smul
Deko: Vom Brautpaar selbst organisiert, gekauft oder angefertigt.
Ringe: Elith Design Ékszerpalota