Rahel und Marks Hochzeit in der Boulehalle Köln

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4. Mai 2018

Erst kriege ich Monate lang nichts geschissen und plötzlich hau ich einen Beitrag nach dem anderen raus. Ist vielleicht ein bisschen Baby-Panik – hier liegen noch so viele tolle Shootings und Hochzeiten (unter anderem eben auch diese tolle Hochzeit in der Boulehalle Köln), die ich euch zeigen MUSS. Warum? Weil sie mir am Herzen liegen, ich sie liebe und die Momente auch selber nicht vergessen will. Hier kommt also meine kleine Hommage an die Industrial Style Hochzeit von Rahel und Mark in der Boulehalle Köln.

Wie alles begann

Rahel und ich, kennen uns, seit dem sie in der Agentur ein Praktikum gemacht hat, in der ich auch gearbeitet habe. Sie kam erst mit einer etwas ungewöhnlichen Bitte auf mich zu: “Ich solle ihre Hochzeit komplett analog fotografieren.” Erst sank mir das Herz kurz in die Hose, dann war ich super glücklich, dass sie mich gefragt hat und letztendlich habe ich ihr gesagt, dass ich dafür noch nicht genug Erfahrung habe, sie aber liebend gern “normal” fotografieren würde. Wer mir auf Instagram folgt, hat sogar neulich einen solchen Aufruf von mir gesehen, in dem ich mich anbiete als analoge Hochzeitsfotografin eine Hochzeit zu begleiten. Diesen Schritt, liebe Rahel, verdanke ich nur dir und der E-Mail die du mir geschickt hast, als ich dich um ein paar Worte über meine Arbeit bat. Denn Rahel schrieb mir: ” Mein größter Wunsch war nämlich eigentlich, einen analogen Fotografen zu haben, bei dem dann auch was schief geht und dadurch die besten Bilder entstehen.” Dieser Satz hat sich so in mein Hirn gebrannt – weil es genau das ist, was ich an der Fotografie so liebe. Denn eigentlich sind Bilder ein Zufallsprodukt und die schönsten entstehen tatsächlich, wenn nicht alles glatt läuft!

Als ich Rahel und Mark also zum Vorgespräch im Del Sol in Siegen traf, warfen wir uns die Fragen hin und her. Sie fragten mich, wie das alles ablaufen wird, mit mir als Fotografin und ob sie was beachten müssen. Ich fragte nach ihrer Kennenlern-Geschichte und wie es zur Verlobung kam. Eine Geschichte, an die ich mich heute noch erinnere, weil sie schön, stark und gleichzeitig so verletzlich und nachdenklich ist.

Als wir uns verabschiedeten wusste ich: Das wird alles andere, als eine gewöhnliche Hochzeit. Ich sollte recht behalten.

Boulehalle Köln von außen

Eine Hochzeit in der Boulehalle Köln

Ich fuhr an einem super verregneten Samstag (in Siegen) Richtung Köln (dort war es nur noch bewölkt) und versuchte mir während der Fahrt schon vorzustellen, was mich erwarten würde. Es ging nicht, denn ich konnte Rahel und Mark nicht einschätzen, was den Stil ihrer Hochzeit anging. Alles was ich wusste, war, dass es anders wird, als bisherige Hochzeiten die ich fotografiert habe.

Ich kam bei der Boulehalle Köln an und mir fielen direkt die Schilder auf, die Rahel (übrigens Grafikdesignerin) aufgestellt hatte. Das ganze Design der Papeterie, Schilder und Dekoration war genau nach meinem Geschmack: Außergewöhnlich, einzigartig und es versprühte eine gewisse Briese Freiheit.

 

Wenn ich eine Location zum heiraten aussuchen müsste, dann wäre das die Boulehalle in Köln, denn diese Halle, meine Lieben – Backsteine, große Tore, industrielle Fenster. Mehr brauche ich nicht dazu sagen. Hier fand die Trauung statt, das Kaffee trinken nach der Trauung und die Feier. Es war perfekt! Dass ich ein Fan von “Alles-an-einer-Location” bin, muss ich euch ja nicht nochmal sagen.

Ich begrüßte Mark und beschäftigte mich dann mit dem fotografieren von Gästen und nahm ein paar Details auf. Mein persönliche, entdecktes Highlight (auch wenn Rahel nicht so der Kölner Dom Fan ist 🙂 ): Stand man hinten in der Boulehalle, bzw. vorne, wo die beiden sich später das Treueversprechen geben würden, sah man durch das große Tor den Kölner Dom – ganz klein und etwas unscharf. Aber man sah ihn. Und wenn man den Ort in eine Reportage mit einbeziehen kann, sollte man das tun. 🙂

Als Rahel mit ihrem Papa die Halle betrat waren alle Augen auf sie gerichtet. Außer meine, die ruhten auf Mark und erhaschten den Moment, in dem er Rahel das erste mal sah. Immer wieder ein emotionales Erlebnis. Die Traupredigt hielt ein Freund der Familie, was die Atmosphäre während dem Treueversprechen noch persönlicher und emotionaler machte.

ACH! Ich habe euch ja noch gar nicht erzählt, was es mit Rahels Brautkleid auf sich hat. Denn das war für mich ein “Detail”, dass ich unglaublich schön fand. Rahel erzählte mir bereits einige Wochen vor der Hochzeit, dass sie ihr Brautkleid selbst entworfen hatte. Wie, das beschrieb sie nicht. Ich fand aber ihren Gedanken dahinter so wunderschön. Denn sie meinte zu mir sowas in der Art: “Es geht an dem Tag nicht darum, das schönste Kleid zu haben oder perfekt auszusehen. Es geht um etwas viel größeres – Unsere Liebe und unser Versprechen vor Gott und unseren Familien!”. #amen

Nein, im ernst. Sie sagte oder schrieb mir das so ähnlich, nicht der exakte Wortlaut, aber ich verliebte mich in diese Worte und mein Herz wurde immer größer für die beiden und ihren großen Tag.

Die Trauung endete damit, dass die beiden regelrecht nach draußen tanzten, wo die ersten Sonnenstrahlen sie in Empfang nahmen. Immer wieder umarmten die beiden sich, küssten sich und versuchten zu verstehen, was jetzt endlich Realität geworden war.

Wie eine Grillparty mit der Familie – nur viel schöner!

Um die Boulehalle konnten sich die Gäste mit Jenga oder Boule beschäftigen. Auch draußen war eine kleine Getränkebar aufgebaut. So konnten wir für ein paar Minuten verschwinden um ein paar Bilder auf der Brücke zu machen, die 5 Minuten zu Fuß entfernt war.

Als wir vom Shooting zurück kamen, brannte draußen ein Feuer um das ein paar Gäste herumstanden. Ich fühlte mich, als wäre ich auf der Grillparty meiner Familie, nur war alles viel schöner und trug etwas Besonderes in sich.

Natürlich sollte es auch eine Torte geben. Aber Rahel und Mark, wären nicht Rahel und Mark, wenn sie mich auch da nicht überrascht hätten. Denn es gab eine Käsetorte und das Buffet drumherum bestand aus Brot, Suppen und Aufschnitt. Es. War. Perfekt. Das fanden auch die Gäste, die sich ihren Teller in den verrücktesten Farbvariationen zusammen stellten. Fast schon kleine Kunstwerke könnte man sagen.

 

Zu keinem Zeitpunkt der Hochzeit hatte man das Gefühl, dass es langweilig wird. Ständig passierte irgendwo etwas, die Gäste nahmen mich auf, als wäre ich Teil ihrer Familie und verwickelten mich in Gespräche. Ich fühlte mich Pudelwohl und wäre so gerne noch länger dort geblieben. Doch die etwas längere Fahrt zurück nach Siegen und eben auch das körperlich anstrengende fotografieren zwangen mich dazu, ins Auto zu steigen, einmal durchzuatmen, mir die Träne aus dem Augenwinkel zu wischen, Gott für so eine tolle Hochzeit und so großartige “Kunden” zu danken und nach Hause zu fahren. Ich bin überglücklich, dass ihr euch gefunden habt und dass ihr mich ausgesucht habt, um eure Hochzeit zu fotografieren!

Dienstleister

Fotografie: Tami Donath

Kleid:
Ein Geschenk von einer Freundin der Braut, Rahel hat es selbst entworfen und gemeinsam mit Schneiderin Nina Philipzen fertig gestellt.

Schuhe: Kiomi

Location: Boulehalle Köln, Facebook

Anzug: Hugo Boss

Fliege und Einstecktuch: “von Floerke”

Ringe: Adoro mi Oro (Katja Jesek)

Buffet: Geschnitten Brot aus Köln

Papeterie: Von der Braut selbst

Strauß:

Dekoration & Blumen:
Vasen, Kerzengläser und Rahmen vom Flohmarkt, Blumen vom Großmarkt, DIY Dekoration, Kräuter in den Töpfen aus der Gärtnerei

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